High Clearance Vehicle recommended

Was das genau heißt, wusste ich bis heute nachmittag nicht. Schließlich war die Straße ja für 4-Wheel-Drives freigegeben. Alles andere kann nur eine Empfehlung für Angsthasen sein. Dann wars aber doch anders…

Wir machten zunächst einen Abstecher zum Dead Horse Point. Im 19. Jhdt. wurde dieser Endpunkt eines Canyons mit seinen Begrenzungen durch die steilen Felsen als natürliche Koppel für gefangene Pferde genutzt. An der engsten Stelle musste dann nur noch ein Gatter gebaut werden. Für die Zucht geeignete Pferde wurden mitgenommen, viele andere Pferde sind dort wohl umgekommen. Deshalb der Name.

In unmittelbarer Nähe liegt der Canyonlands Nationalpark. Der ist eigentlich in drei riesige Gebiete eingeteilt, wir haben uns auf einen beschränkt. Nach dem Besuch von ein paar tollen Aussichtspunkten mit Kurzspaziergängen wollten wir aber noch was erleben. In den Karten war ein Weg ausgewiesen, den man mit einem 4-Wheel-Drive befahren kann. Die gesamte Strecke war schätzungsweise 50 km lang. Ich dachte so an 2 Stunden Fahrt. Dann kam es aber ganz anders. Wir wunderten uns schon, dass so gut wie niemand diesen Weg nahm. Kaum ein Auto zu sehen. Es ging gleich die Serpentinen runter. Alles auf unbefestigtem Schotter und Sand. Nix mit Leitplanken o.ä.! Vielleicht kann man das auf den Fotos ein bisschen sehen. Das war sehr abenteuerlich! Bloß nicht nach links schauen! Unten im Canyon mit mulmigen Gefühl endlich angekommen hoffte ich nun auf einen besseren Weg. Aber Pustekuchen! Da gings dann richtig los mit Senken und Felsplatten die überquert werden mussten. Als dann der „Weg“ teilweise durch den Green River führte, haben wir den Rückzug angetreten. Lieber die ganze Strecke zurück (die ja immerhin bekannt war), als immer weiter hinein ins Ungewisse. Das waren spannende 90 Minuten!

Es war total offensichtlich, dass die Strecke für unser Möchtegern-Geländeauto überhaupt nicht geeignet ist! Die Strecke ist richtig super für Jeeps, von denen wir dann auch tatsächlich noch welche gesehen haben. Auf alle Fälle sollte man ein „High Clearance Vehicle“ besitzen, also einen Wagen mit sehr hohem Radstand! Nur 4-Wheel ist da etwas wenig!

So waren wir dann gegen 16h wieder in Moab und kehrten in der Moab Brewery ein und gönnten uns mal was anderes als Fastfood 😉

Morgen gehts früh raus. Wir haben eine weite Strecke vor uns, bis nach Page.

1 Kommentar

  1. Hallo Ihr zwei,

    auf den Bildern bekommt man schon eine gute Vorstellung davon, wie es gestern war.

    Ich freue mich schon auf den Bilderabend, bei dem wir Beaf Jerkey essen und Ihr die Geschichten erzählt.

    Grüße

    Eggi